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Filesysteme für große DateienUm Videodateien zwischen Linux und Windows auszutauschen, z.B. mit einer externen Festplatte, muss man sich etwas verrenken. HD-Filme belegen schnell man 10 Gigabyte, und damit sind 32-Bit-Dateisysteme bereits am Anschlag. Interoperabilität unerwünschtDie Situation ist nicht günstig. In a Nutshell:
Dennoch ergeben sich Brücken. NetzwerkvarianteMan kann auf einem NAS-Kopf das gewünschte Dateisytem exportieren. Bei Gigabit ist die Performance schon OK und besser als USB 2. Vorteil ist, dass die Rechtevergabe klarer geregelt ist, und dass die Integrität des Dateisystems leichter zu wahren ist. ext2 unter WindowsExt2 ist eigentlich ein 32-Bit-Dateisystem und damit auch für Riesendateien nicht optimal. Durch den "Large-File-Support" ab Linux 2.2 ist das aber kein Showstopper mehr. Ext2 ist komplett dokumentiert und frei ist. Also kann es in Windows integriert werden, solange man die Brückentechnik beherrscht. Als einfache, aber damit robuste, Krücke gibt es schon lange gibt es dazu Explore2FS, ein Shell-Tool. Mehr als gar nichts, aber inzwischen eigentlich obsolet. Auch schon recht lange in der Wildbahn ist (Ext2 IFS->http://www.fs-driver.org/]], ein "installierbares Filesystem" für volle Integration. Es ist aber bei Ext2 stehengeblieben und verträgt keine vollen Journale. Außerdem funktioniert es nur für Windows vor Version 7. Für Windows 7 gibt es aber ein neues Projekt auf SourceForge. Die niedrige Versionsnummer kommt aus dem geplanten Voll-Support für alle Ext-Dateisysteme. Bislang werden einige Features aber "nur" read-only angeboten (Journal-Replay, Extents). Hinter der etwas spröden Oberfläche steckt mächtige Musik! Also benutze ich testweise den ext2-FS-driver. exfat unter LinuxWegen der NDA- und Lizenzproblematik ist exFAT ... heikel. Was große Dateien angeht, ist es aber definitiv wachtstumsfähig. Für Linux gibt es als freie Wahl experimentelle Unterstützung als Userspace-Filesystem (FUSE im Kernel wird gebraucht). Das Zeug wird von Google gehostet. In Version 0.95 ist das Zeug unter Gentoo freischaltbar. NTFS-3gGuckstu http://de.gentoo-wiki.com/wiki/NTFS-3G?. Auch da ebnet FUSE den Weg für agressivere Entwicklung und einen alternativen Treiber. Im Kern handelt es sich um den bekannten Tuxera-Treiber. In Gentoo ist dieser Treiber in den ntfsprogs verfügbar. Erste ErfahrungenDie Implementation im Userspace bringt einige Probleme als Seiteneffekte mit sich, die sich im Kern um Permissions drehen, jedenfalls dann, wenn man gerne einem User erlauben möchte, Volumes zu mounten. Bei ntfs-3g muss das Binary dazu mit SUID/SGID ausgestattet und statisch mit FUSE gebunden werden, sonst verweigert es aus Sicherheitsgründen die Arbeit. Das ist mit USE-Flags hinzubekommen, allerdings muss man mit den Ownerships dann "nachflicken", was nicht so elegant ist. Leider kommt es auch vor, dass es wegen der Permissitis nichts tun kann, aber es nicht weiter kommentiert. Das Filesystem wird einfach nur nicht gebunden. Das ist etwas verwirrend. Bei exfat habe ich das User-Mounting gar nicht erst hinbekommen, aber das auch nicht ernsthaft vorangetrieben. Aber: Der Dateiaustausch funktioniert, und das ist eine ganz tolle Sache! |